KBA-Teststrecke besiegelte Sache

15.03.2017

Vertragsunterzeichnung im Rathaus Leck

Jede Gemeinde schloss einen separaten Vertag mit der BIMA ab. Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.) Dirk Enewaldsen (Tinningstedt), Andreas Deidert (Leck), Ralf Mölleken (BIMA) und Werner Schweitzer (Klixbüll). Foto: Dix

 

Leck (wd) – „Obwohl die zuständigen Gremien – die Gemeindevertretungen Klixbüll, Tinningstedt und Leck – sich schon sehr häufig und bereits lange mit der Materie befasst haben und auch extern viele Gespräche geführt wurden, war nach außen auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes nichts zu sehen“, meinte Lecks Bürgermeister Andreas Deidert anlässlich einer Vertragsunterzeichnung zwischen den drei Gemeinden und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) als Eigentümerin der Fläche im Rathaus Leck. Einzig die Container der Erstaufnahmeeinrichtung seien zu sehen, so Deidert. „Heute allerdings wird ein erster öffentlich erkennbarer Schritt vollzogen. Mit der Unterzeichnung der städtebaulichen Verträge zwischen den drei Anliegergemeinden des fraglichen Geländes und der Eigentümerin der Fläche, der BIMA, ist ein wichtiger Schritt auf dem Wege der Konversion dieser ehemaligen Militärfläche vollzogen“, führte er weiter aus. In enger Abstimmung mit allen beteiligten Behörden und Ministerien wurden im Lecker Rathaus die Voraussetzungen geschaffen, um schnellstmöglich die planungsrechtlichen Grundlagen für die Ansiedlung eines Testgeländes des Kraftfahrtbundesamtes (KBA-Teststrecke Leck) herzustellen. Nach dem von VW ausgelösten Abgasskandal hatte das Bundesverkehrsministerium entschieden, Abgaswerte im laufenden Betrieb eines Autos zu messen. Bisher hatte sich das KBA auf Ergebnisse der Hersteller-Tests verlassen. Dabei sei wichtig festzustellen, so Deidert, dass die bisherigen Gespräche mit dem Kraftfahrtbundesamt klar ergeben hätten, dass eine negative Auswirkung auf die beiden Projekte der Gemeinden nicht gegeben sei. „Somit ist jetzt ein erster konkreter Nachnutzer im Rahmen der Konversion des ehemaligen Fliegerhorstes Leck gefunden und gleichzeitig der Startschuss für intensive Abstimmungen mit bereits vorhandenen und weiteren Interessenten gegeben“, meinten die drei Bürgermeister. Bereits im vergangenen Jahr hatten die drei Gemeinden durch die Aufstellung der Flächennutzungspläne die Voraussetzungen geschaffen, um mit den Projekten 'Gewerbepark Südtondern' und 'Airpark Südtondern' für eine spürbare wirtschaftliche Belebung in den eigenen Gemeinden, aber auch im gesamten Raum Südtondern zu sorgen.

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