Von der Schulbank in die Chefetage

06.12.2017

Planspiel für „Unternehmer von Morgen“

18 Schülerinnen und Schüler von Gymnasien der Region waren eine Woche zu Gast bei Clausen&Bosse. Sie wurden mit einem Unternehmensplanspiel durch Günter Wangerin (l), Sebastion Koch (r., UVUW) und Dr. Jens Meisinger (2.v.r., Personalleiter bei C&B) vertraut gemacht. Foto: Dix

Leck (wd) – Seit fast drei Jahrzehnten hat die Druckerei CPI Clausen&Bosse in Leck jeweils eine Woche lang 18 hoch motivierte junge Menschen zu Gast. Auf Einladung des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste e.V. (UVUW) finden sie sich zur Wirtschaftswochen AG, kurz WIWAG, zusammen und tauschen quasi die Schulbank mit der Chefetage eines Unternehmens. Neben Schülerinnen und Schülern von Föhr (Eilun Feer Skuul) und aus Niebüll (FPS) beteiligten sich in diesem Jahr erstmalig auch zwei Schüler des Gymnasiums Sylt an dem Unternehmensplanspiel. Alle 18 JungunternehmerInnen kommen ausschließlich aus der Oberstufe der genannten Schulen und befinden sich somit in der letzten Phase ihrer schulischen Ausbildung. Gefördert wird das Planspiel auch an anderen Standorten von der UVUW, der für die „Unternehmer von Morgen“ nicht nur die Unterbringung auf dem Festland organisiert, sondern auch zum großen Teil finanziert. Als erfahrener Spielleiter fungierte Günter Wangerin, der den TeilnehmerInnen über verschiedene Aufgaben aus betriebswirtschaftlichen Themenstellungen heraus einen erweiterten Blick auf das Wirtschaftsgeschehen eines Unternehmens ermöglichte. Aus jeweils 6 SchülerInnen wurden drei Unternehmen gebildet, die einen intelligenten Laufschuh zu vermarkten hatten. So avancierte man in kurzer Zeit zum Vorstandsvorsitzenden, Finanz- oder Personalchef oder Unternehmenssprecher. Sie hatten Unternehmensziele zu formulieren und diese in Planungen und Entscheidungen umzusetzen und die Ergebnisse tagesaktuell zu kontrollieren. Jeder Schüler erhielt einen Firmenbericht mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Stückkostenkalkulation, Lohnsummen, Montagemengen und Sozialaufwand. Zusätzlich gab es einen umfangreichen Umweltbericht zu den ökonomischen, sozialen, ökologischen und technologischen Rahmenbedingungen. „Dass dabei Fehlentscheidungen getroffen werden können, ist durchaus gewollt und soll die Schüler auch mit der Situation konfrontieren, getroffene Entscheidungen zu rechtfertigen“, so Günter Wangerin. Während die MitschülerInnen der WIWAG-Teilnehmer in dieser Woche Praktika absolvierten, freuten sich die 18 jungen Damen und Herren über die heißbegehrten Plätze bei diesem Planspiel. „Wir lernen hier wesentlich mehr als im Praktikum“, waren sich zum Beispiel Niels Andresen (17 J.) und Farina Petersen (18), beide aus dem 12.Jahrgang der FPS, einig. Beide meinten, dass in dieser Woche Kompetenzen in wirtschaftlichen Zusammenhängen wesentlich gefördert werden. Farinas Studienwunsch („irgendetwas in Richtung Wirtschaft, vielleicht Kommunikationsmarketing“) wurde in dieser Woche bekräftigt. Niels, der vielleicht Psychologie studieren möchte, nimmt viel Wissen um Unternehmenszusammenhänge mit. Beide sahen ihre Erwartungen an diese Woche, zu der in der Schule eine Klausur geschrieben werden muss, mehr als erfüllt. „Es wurde alles kompakt, aber durchaus verständlich und nachvollziehbar vermittelt. Unser Fazit: Sehr empfehlenswert!“ In diesem Jahr werden knapp 100 SchülerInnen aus den Oberstufen verschiedener Gymnasien der Westküste und des Unterelberaums mit der Idee der WIWAG-Planspiele vertraut gemacht, um ihnen einen tieferen Einblick in wirtschaftliche Entscheidungswege zu ermöglichen.

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