Glasfaserausbau in Flensburg

14.05.2018

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz bei den Stadtwerken

 

Ministerbesuch (v.l): Jan Holger Reddmann, Glasfasertechniker Stadtwerke Flensburg, Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, Ulla Meixner, Geschäftsbereichsleiterin Telekommunikation Stadtwerke, Rolf Helgert, Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke und Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke. Foto: Privat

Flensburg (mm) - Glasfaser ist die Zukunft der Telekommunikation. Das ist bei der Landes- und Bundespolitik fest verankert. Hier liegt der Focus im flächendeckenden Ausbau der Glasfasernetze, denn diese werden in der digitalen Welt immer unverzichtbarer. Schon jetzt können digitale Angebote wie Telemedizin, E-Learning, altersgerechte Assistenzsysteme, E-Government, hochauflösendes Fernsehen oder Streaming-Dienste nur mit Glasfaser optimal genutzt werden. In vielen digitalen Anwendungen stehen wir noch am Angang und der Bedarf für hohe Übertragungsraten wird kontinuierlich zunehmen.

Am Montag kam der Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein Dr. Bernd Buchholz zu den Stadtwerken Flensburg, um sich selbst vor Ort in Bild über den Glasfaserausbau in Flensburg zu machen.

Denn Flensburg ist die einzige größere Stadt in Schleswig-Holstein, in der durch die Stadtwerke die Glasfaser konsequent und flächendeckend für alle Haushalte ausgebaut wird. Stadtteil für Stadtteil wird die Stadt erschlossen. Mehr als 1.000 km Glasfaser-Leitung sind schon verlegt und jeden Tag werden es mehr.

Nach einem kurzen Gespräch und einer Präsentation über den Glasfaserausbau in Flensburg zeigten die Glasfaser-Spezialisten der Stadtwerke dem Minister das Spleissen von Glasfaser. Nach kurzer Einweisung konnte er selbst aktiv werden und einzelne Glasfasern mit dem speziell dafür gebauten Gerät verbinden.

Für den Spleissvorgang war etwas Handarbeit gefragt, damit die Leitungen nachher korrekt verbunden sind. Ein kurzes Signal beim Test nach dem Spleissvorgang, zeigte, dass der Minister-Spleiss erfolgreich war.  Das Spleissen ist für jeden Hausanschluss notwendig und wird von den Stadtwerke-Fachleuten direkt vor Ort auf der Baustelle durchgeführt.

Nach Präsentation und Spleissen gab es noch einen kurzen Besuch im Stadtwerke-Rechenzentrum.
Glasfaserspleissen:


Das Verbinden von zwei Glasfaserleitungen bezeichnet der Fachmann als „Spleissen“. Dazu werden die Enden der Glasfaserleitungen mit einer Zange abisoliert. Beide Enden werden in das Spleissgerät (s. Foto) eingeführt und dort per 1.000 Volt-Lichtblitz miteinander verschmolzen. Da die Isolierung der
Leitungen zuvor entfernt wurde, muss der Spleiss zum Ende wieder isoliert werden, um ihn gegen Witterungseinflüsse zu schützen.

Pro Einzelhaus werden 4 Glasfasern verlegt, von denen zur Zeit nur eine genutzt wird, um Glasfasergeschwindigkeiten zu übertragen. Die restlichen drei Fasern sind Reserveleitungen für künftige Anforderungen wie z.B. smart metering.

 

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