Nach Steinwürfen auf der A7:

08.06.2018

Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest

Flensburg/Schleswig (ots) - Donnerstagabend wurden zwei Heranwachsende festgenommen, die im Verdacht stehen, für eine Serie von Steinwürfen von Brücken auf die Fahrbahnen im nördlichen Streckenabschnitt der BAB 7 und der B 200 verantwortlich zu sein.

Die Serie begann im Februar 2018. Bisher werden der Serie 19 Taten zugeordnet. Eine  Vielzahl der Taten ging glimpflich aus, in einigen Fällen entstand geringer Sachschaden. Festzustellen war allerdings, dass die geworfenen Steine mit der Zeit größer wurden und es am Dienstagabend (08.05.18)  gegen 22:30 Uhr zu einer folgenschweren Tat kam: Eine Autofahrerin wurde von einem großen Stein schwer verletzt, der von einer Autobahnbrücke bei "Gottrupel" auf ihren Wagen geworfen wurde. Der Stein wurde durch die Frontscheibe geworfen, traf die Fahrerin am Oberkörper und durchschlug im Anschluss die Heckscheibe.  Um Haaresbreite wäre das Opfer, das noch lange an den Folgen der Verletzungen leiden wird, tödlich getroffen worden.

Seitdem ermittelt das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Die nun festgenommenen 18 und 19 Jahre alten Männer gerieten nach wochenlanger und akribischer Ermittlung in den Fokus der Kriminalpolizei Flensburg. In den vergangenen Wochen wurden intensive polizeiliche Maßnahmen durchgeführt.  An den Ermittlungen waren verschiedene Dienststellen der Polizeidirektion Flensburg über einen langen Zeitraum mit einem hohen Kräfteansatz beteiligt. Die Aufklärung dieses Falles wurde von allen eingesetzten Kräften mit höchster Priorität verfolgt.

Am Donnerstagabend wurden die beiden Heranwachsenden gegen 21:00 Uhr festgenommen. In der polizeilichen Vernehmung räumten sie ein, für zahlreiche Steinwürfe von verschiedenen Autobahnbrücken verantwortlich zu sein. Die genaue Beteiligung der Tatverdächtigen an den jeweiligen Taten ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Die beiden Tatverdächtigen kommen aus dem Kreisgebiet Schleswig-Flensburg und sind polizeilich bisher nicht einschlägig in Erscheinung getreten. Die Motivlage lässt sich derzeit nicht erklären.
Die beiden Beschuldigten werden am heutigen Freitag dem Haftrichter beim Amtsgericht Flensburg vorgeführt.

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