Lernen mit Spaß – und wenig Schlaf:

09.02.2018

Hochschule beteiligt sich am Global Game Jam

Kreatives Team: Die Teilnehmer*innen des dritten FlensJam an der Hochschule Flensburg. Foto: Sascha Reinhold

Endspurt: Insgesamt hatten die Teilnehmer*innen 48 Stunden Zeit, ein Spiel zu entwickeln. Foto: Sascha Reinhold

Kreatives Chaos: Abschlusspräsentation der Spiel am Sonntagabend. Foto: Sascha Reinhold

Flensburg (mm) - Sonntag. Punkt 17 Uhr: Erschöpft, aber voller Stolz präsentieren die Teilnehmer*innen des Global Game Jam 2018 die kleinen Machwerke, die sie in den vergangenen 48 Stunden entwickelt haben. Transmission war das Thema des jährlich stattfindenden Events, zu dem weltweit mehr als 40.000 Spielbegeisterte mehr als 8.000 Spiele entwickelt haben.

Die Ergebnisse der Flensburger Veranstaltung (FlensJam) sind vielfältig: Rasende Lichtsignale im Glasfa-serkabel, ballernde Astronauten im All, Bazillen-schleudernde Kollegen im Büro, Zombies und Zauberer in der Wüste, mystische Leuchtkugeln im Kristall-Labyrinth, dreieckige Raumschiff-Formationen im kubisti-schen Weltraum und ein geheimnisvoller Koffer. Alle Teams sind zufrieden mit ihren Ergebnissen und gleichzeitig erstaunt, was die anderen in der selben Zeit geleistet haben.

So hat Max Lange, Student der Angewandten Informatik im ersten Semester, das Spiel „Alien Signal“ entwickelt. Hier müssen die Spieler*innen eine Reihe von zunehmend komplexeren Logikrätseln knacken, um außerirdische Signale zu entschlüsseln. Leider verpasste der Student die Abschlusspräsentation: Nach einer durchgemachten Nacht hatte sich Max Lange zu Hause noch einmal kurz hinlegen wollen. Den schrillenden Wecker beförderte er im Halbschlaf wieder in den Schlummer-Modus und wachte dann, zu seinem Entsetzen, erst kurz vor 18 Uhr wieder auf. Da waren die Abschlusspräsentationen leider schon gelaufen.

Dennoch: „Das Spiel ist eine beachtliche Leistung für jemanden, der gerade sein erstes Semester abge-schlossen hat“, lobt Sascha Reinhold, Mit-Organisator des FlensJams, den Abwesenden.

Der Game Jam war aber nicht nur eine reine Spaß-Veranstaltung. Der Lerneffekt kam nicht zu kurz: Eini-ge Gruppen nutzten die Gelegenheit, um sich in neue Technologien einzuarbeiten: „Hätte man uns vor zwei Wochen was zu Unity gefragt, hätten wir einfach ratlos mit den Schultern gezuckt“, gibt Mats Kockmeyer, Student der Angewandten Informatik im 5. Semester, zu.

„Unity 3D“ ist eine Entwicklungsumgebung für interaktive Systeme, die unter anderem im Studiengang Medieninformatik eingesetzt und gelehrt wird. „Wir haben uns ein paar Tutorial-Videos angeschaut und dann unser erstes Spiel mit Unity entwickelt“, erzählt Kockmeyer. Das war natürlich mit einigen Hinder-nissen verbunden; die gemeinschaftliche Atmosphäre sorgte aber dafür, dass nie Frust aufkam.

Schöne Dinge entstanden aber nicht nur am Computer: Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Global Game Jams backte Mit-Organisatorin Nele Kattelmann leckere Bananen-Muffins in passenden Farben. „Wir haben in diesem Jahr eine gute Balance zwischen der harten Entwicklungsarbeit und der notwendi-gen Entspannung gefunden. Die Atmosphäre war toll: Entspannt, kreativ, kollaborativ“, sagt Sascha Rein-hold.

Am 25. Januar 2019 beginnt um 17 Uhr der elfte Global Game Jam. Flensburg ist sicher wieder mit dabei – dann schon zum vierten Mal.

Alle Spiele der Flensburger Teilnehmer*innen:
globalgamejam.org/2018/jam-sites/flensburg-university-applied-sciences-hochschule-flensburg/games

Mehr Bilder und Geschichten vom FlensJam:
twitter.com/flensjam_ggj


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