Nach Steinwürfen auf Autos - Tatverdächtige ermittelt

04.10.2018

Die fünf jungen Männer räumten weitere Straftaten ein

Kappeln (ots) - Die Kriminalpolizei Schleswig hat in enger Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Kappeln nach intensiven Ermittlungen die zahlreichen Taten von Steinwürfen, durch die am Sonntagmorgen (26.08.18) im Großraum Kappeln mehrere Fahrzeuge beschädigt wurden, aufgeklärt. Im Zuge der Ermittlungen haben die Tatverdächtigen zudem aus freien Stücken eingeräumt, für mehrere Schadenfeuer durch Brandlegungen der letzten Wochen und Monate sowie weitere Sachbeschädigungen verantwortlich gewesen zu sein.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um fünf junge Männer aus dem Angeliter Raum im Alter von 18 - 24 Jahren.

Am Dienstagmorgen (02.10.18) wurde bei den Tatverdächtigen durchsucht und Beweismaterial gesichert. Die Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen und von der Kriminalpolizei vernommen. Dabei ließen sie sich zu zahlreichen Straftaten ein, die die drei Haupttäter in wechselnder Beteiligung in den letzten Wochen begangen hatten und die für eine große Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt haben:

   - Am Sonntagmorgen (26.08.18) wurden im Großraum Kappeln 46
     Steinwürfe auf parkende Fahrzeuge verübt.
   - In Groß Brebel wurde an diesem Morgen während eines
     Überholvorganges ein Stein auf einen fahrenden Mercedes Sprinter
     eines Reiseunternehmens  geworfen, in dem Senioren saßen, die zu
     einem Ausflug abgeholt worden waren. Der Stein durchschlug ein
     Seitenfenster und nur durch glückliche Umstände wurde niemand
     schwer verletz.
   - Bereits in der Nacht zum 26. Juni 2018 wurden im Großraum
     Kappeln ebenfalls 15 parkende Fahrzeuge und Häuser durch
     Steinwürfe beschädigt. Auch diese Taten konnten im Zuge der
     Ermittlungen und Vernehmungen aufgeklärt werden.
   - Am 02. Juli 2018 wurde ein Feuer  in einem unbewohnten Gebäude
     in Sterup gelegt.
   - In der Nacht zum 07. Juli 2018 wurde ein unbewohntes und
     reetgedecktes Ferienhaus in Stangheck angezündet, das komplett
     ausbrannte. Der geschätzte Schaden beläuft sich hier auf ca.
     250.000 Euro.
   - Im Frühjahr und im Sommer 2018 wurden zwei Feuer in der
     ehemaligen Marinewaffenschule in Kappeln gelegt.
   - Außerdem setzten die Beschuldigten im Juni 2018  zwischen
     Norder- und Süderbrarup einen abgestellten Bagger und  am
     18.07.2018 einen Mähdrescher in Kronsgaard in Brand.
   - Sie räumten weiter ein, für mindestens sechs Tankbetrügereien
     unter Verwendung zuvor gestohlener Kennzeichen im Bereich
     Schleswig und Flensburg verantwortlich zu sein.

Es ist ein Gesamtschaden von mehreren Hunderttausend Euro zu verzeichnen. Haftgründe lagen nicht vor.

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